Und nun direkt zum zweiten Teil unseres großen Offseason-Interviews mit Emi. Letztes Mal haben wir viel über den Werdegang gesprochen. Heute gehen wir u.a. auf das Training und Zusammenspiel mit dem Team ein. Let´s go!

Woran merkst du, dass aus einer Gruppe langsam ein echtes Team wird?
Emi:
Für mich zeigt sich das besonders an den Gamedays. Wenn die Kinder zusammenhalten, sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind, ganz egal, ob wir gewinnen oder verlieren, dann merke ich, dass aus einer Gruppe langsam ein echtes Team wird.
Gerade in schwierigen Momenten zeigt sich, wie stark der Zusammenhalt wirklich ist. Wenn niemand dem anderen die Schuld für einen Fehler gibt, sondern alle gemeinsam weitermachen und sich gegenseitig motivieren, dann wissen wir als Trainerteam, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn am Ende geht es nicht nur darum, was auf dem Spielfeld passiert, sondern auch darum, wie die Kinder miteinander umgehen und füreinander einstehen.
Bist du eher der ruhige Erklärer oder derjenige, den man über den halben Platz hört?
Emi:
Ich glaube, man hört mich auf jeden Fall über den halben Platz! 😄 Ich bin definitiv ein Motivator und freue mich gerne auch mal lautstark über gute Aktionen. Ob ein perfekt geworfener Pass, ein starker Catch oder eine richtig gute Aktion unserer Offense da kann ich meine Begeisterung nur schwer zurückhalten.
Aber auch für die Defense habe ich immer ein Auge. Saubere Tackles oder starke Interceptions lassen mich jedes Mal aufs Neue staunen. Mir ist wichtig, dass die Kinder merken, wie sehr ich mich für sie freue und dass ich ihre Leistung wertschätze. Ich möchte sie motivieren, an sich zu glauben, alles zu geben und vor allem Spaß am Football zu haben.
“Am Ende sollen die Kinder nicht nur besser Football spielen, sondern auch mit einem Lächeln vom Platz gehen.“
Was darf bei einem Football-Training auf keinen Fall fehlen?
Emi:
Ganz klar: gute Laune! 😄 Bei allem Ehrgeiz und jeder Disziplin darf der Spaß niemals zu kurz kommen. Ich möchte, dass die Kinder gerne zum Training kommen, gemeinsam lachen und mit Begeisterung bei der Sache sind. Denn wenn die Stimmung stimmt, man sich gegenseitig motiviert und als Team zusammenhält, lernt es sich gleich viel besser. Am Ende sollen die Kinder nicht nur besser Football spielen, sondern auch mit einem Lächeln vom Platz gehen.
Gibt es einen Moment im Training, bei dem du dir denkst: „Genau deshalb mache ich das!“ ?
Emi:
Wenn ich auf den Platz komme und die Kids sich freuen, mich zu sehen, und direkt rufen: „Coach Emi ist da!“, dann geht mir das Herz auf. Genau solche Momente zeigen mir, warum ich das alles mache.

“Dass wir uns im erst zweiten Jahr direkt den Titel des Vizemeisters sichern konnten, macht mich als Coach unglaublich stolz.“
Die Season ist schon wieder vorbei. Gibt es einen Spieler- oder Teammoment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Emi:
Es gab viele schöne Momente in dieser Season, aber besonders in Erinnerung bleibt mir der Moment, als wir mit zwei starken Siegen am Ende tatsächlich noch den zweiten Platz erreichen konnten. Dass wir uns im erst zweiten Jahr direkt den Titel des Vizemeisters sichern konnten, macht mich als Coach unglaublich stolz. Zu sehen, was die Kids als Team gemeinsam erreicht haben, ist einfach etwas Besonderes.
Jetzt wird es spannend: Kommen wir nochmals zum Menschen Emi. Was würden deine Spieler über dich erzählen, wenn du gerade nicht dabei bist?
Emi:
Gute Frage! 😄 Ich denke, die Jungs würden sagen, dass ich immer mit Herzblut dabei bin, sie ordentlich motiviere und auch mal lauter werde, wenn es nötig ist. Aber sie wissen auch, dass ich immer hinter ihnen stehe, an sie glaube und möchte, dass jeder über sich hinauswächst. Und natürlich darf der Spaß bei Coach Emi niemals fehlen!
Und was geht dir durch den Kopf, wenn du nach einem langen (Arbeits)Tag trotzdem wieder auf dem Platz stehst? Man muss bedenken, dass du ehrenamtlich deine Zeit einsetzt.
Emi:
Klar, nach einem langen Arbeitstag ist man manchmal froh, wenn man einfach die Füße hochlegen kann. Aber Football ist für mich nicht einfach nur ein Hobby, sondern eine echte Leidenschaft. Sobald ich auf dem Platz stehe und die Kids sehe, weiß ich wieder, warum ich das mache. Ihre Begeisterung, die gemeinsamen Erfolge und die Entwicklung jedes Einzelnen geben mir unglaublich viel zurück. Die Zeit, die ich ehrenamtlich investiere, ist für mich deshalb keine verlorene Zeit, sondern etwas, das ich von Herzen gerne mache.

“… manchmal reicht es schon, da zu sein und einem Kind das Gefühl zu geben, dass jemand an es glaubt.“
Zum Abschluss des Interviews noch zwei mir ganz wichtige Fragen. Lass dir gerne etwas Zeit für die Antworten.
Was hast du von deinen Spielern gelernt?
Emi:
Ich habe gelernt, dass man als Coach nicht nur derjenige ist, der anderen etwas beibringt. Auch ich lerne durch die Kids jeden Tag dazu. Sie zeigen mir, wie wichtig es ist, geduldig zu sein, auch mal über sich selbst zu lachen und sich über die kleinsten Fortschritte zu freuen. Manchmal sind es gerade die kleinen Momente, die einem zeigen, dass man etwas richtig macht. Und ich habe gelernt, dass man gar nicht immer viel sagen muss, um etwas zu bewirken – manchmal reicht es schon, da zu sein und einem Kind das Gefühl zu geben, dass jemand an es glaubt.
Wenn einer deiner Spieler in zehn Jahren an dich zurückdenkt – woran soll er sich erinnern?
Emi:
Ich möchte, dass die Kids sich auch in zehn Jahren noch daran erinnern, wo alles angefangen hat. Dass sie nie vergessen, woher sie kommen, wer sie von Anfang an begleitet hat und wer an sie geglaubt hat. Mir geht es nicht darum, dass sie sich irgendwann nur an Siege oder Meisterschaften erinnern. Ich möchte, dass sie die Zeit bei den Bulldogs im Herzen behalten. Die Freundschaften, den Zusammenhalt und die Menschen, die ein Stück ihres Weges mit ihnen gegangen sind.
Und wenn sie irgendwann erwachsen sind, vielleicht ihre eigenen Familien haben und dann an ihre Zeit bei den Bulldogs zurückdenken, dann wünsche ich mir, dass sie lächeln und sagen: „Das war mehr als Football. Das war ein Teil meiner Kindheit. Das war Familie.“ Wenn ich ihnen dieses Gefühl mitgeben kann, dann habe ich als Coach etwas erreicht, das weit über den Sport hinausgeht. ❤️
Das war es schon. Ich danke dir für die ehrlichen Antworten und diesen tollen Einblick in den Menschen und Coach Emi. Wir sehen uns auf dem Platz!
Emi:
Zum Schluss möchte ich noch etwas loswerden, das mir persönlich sehr wichtig ist und diesmal gar nicht mich selbst betrifft. Ich möchte dir von Herzen Danke sagen für das Interview, für die tolle Umsetzung unserer Homepage und vor allem für deine Unterstützung. Du trägst mit deinem Engagement und deiner Arbeit ebenfalls einen großen Teil dazu bei, dass die Bulldogs das sind, was sie heute sind.
Es ist nicht selbstverständlich, Menschen wie dich an seiner Seite zu haben, die sich mit Herzblut einbringen und unseren Verein unterstützen.
Vielen herzlichen Dank für alles, was du für die Bulldogs tust! 🏈
Danke für die netten Abschlussworte. Da haben wir durchaus Parallelen .
Das Interview führte Horst R. aus unserem Bulldogs Media Team (Oktober 2026)
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