
Willkommen zum großen Offseason-Interview mit unserem U10 Coach Emi. Wir hatten so vieles zu besprechen, dass ich dieses Interview in zwei separate Abschnitte aufgeteilt habe. Heute nun der erste Teil, bevor dann im Laufe der Woche die Fortsetzung folgt. Viel Spaß!
Hallo Emi, es freut mich riesig, dass du dich für dieses Interview zur Verfügung stellst.
Aller guten Dinge sind drei. Vor dir haben mir bereits René und Dietrich Rede und Antwort gestanden (Verlinkungen findet ihr am Ende dieser Seite), jetzt auch du .
Kommen wir zunächst zu deiner Person. Ich habe dich immer als sehr positiven Menschen auf dem Platz erlebt. Bist du das auch ganz privat?
Emi:
Ich gehe immer positiv durchs Leben. Meiner Meinung nach ist das der einfachste Weg, glücklich zu sein.
“Es macht mich unglaublich stolz, zu sehen, was wir in gerade einmal zwei Jahren gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“
Wenn du dich in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
Emi:
Loyal, engagiert, selbstbewusst.
Was kannst du uns sonst noch über dich erzählen? Ich weiß, du bist Vater und Ehemann. Das war es dann aber auch schon. Ich bin neugierig.
Emi:
Ich bin stolzer Papa von Fabio, der bei den Bulldogs sowohl in der U13 im Tackle Football als auch im Flag Football spielt, und seit mittlerweile fast 13 Jahren mit Sabrina liiert. Sabrina engagiert sich seit der Gründung der Bulldogs mit viel Herzblut für unsere Social-Media-Arbeit.
Beruflich bin ich als Teamleiter im Vertrieb bei der Fahrlogistik Wächter GmbH tätig, eine europaweit agierende Spedition, die sich auf Direkttransporte spezialisiert hat und Waren schnell und zuverlässig von A nach B bringt.
Bei den Bulldogs bin ich von Anfang an dabei. Es macht mich unglaublich stolz, zu sehen, was wir in gerade einmal zwei Jahren gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Was hier entstanden ist, zeigt, was mit Engagement, Zusammenhalt und Leidenschaft möglich ist. Ich freue mich, ein Teil dieser Entwicklung zu sein, und bin gespannt, was wir in Zukunft noch gemeinsam erreichen werden.
“Am Ende sind es die Menschen, die einem wichtig sind, die einen Tag perfekt machen“
Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus, wenn du gerade nicht auf dem Footballfeld stehst?
Emi:
Ein perfekter Tag bedeutet für mich, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, den Alltag einfach mal hinter mir zu lassen und die gemeinsamen Momente zu genießen. Ob ein entspannter Tag mit Sabrina und Fabio, etwas mit Freunden unternehmen oder einfach mal die Seele baumeln lassen, für mich kommt es nicht darauf an, was man macht, sondern mit wem man die Zeit verbringt. Am Ende sind es die Menschen, die einem wichtig sind, die einen Tag perfekt machen.

“René erkannte aber offenbar Potenzial in mir und brachte mir alles bei, was ich als Coach wissen musste.“
Wie begann deine Leidenschaft für American Football? Weißt du noch, was dich damals an diesem Sport gepackt hat?
Emi:
Meine Geschichte mit American Football begann eigentlich durch meinen Sohn Fabio. Mir war es immer wichtig, dass er eine Sportart ausübt, denn ich bin überzeugt, dass Sport für die persönliche Entwicklung und das Leben generell sehr wichtig ist.
Als Fabio acht Jahre alt war, fragte ich ihn, welche Sportart er gerne machen würde. Er antwortete mir, dass er es mir nicht sagen könne, und fragte mich stattdessen, welche Sportart meiner Meinung nach zu ihm passen würde. Ich sagte ihm, dass mir das völlig egal sei ob Fußball, Handball, Basketball oder etwas ganz anderes. Ich selbst habe in meiner Jugend übrigens Handball gespielt.
Fabio wollte daraufhin wissen, welche Sportarten es denn sonst noch gibt. Also zählte ich ihm weitere auf, darunter Volleyball, Tennis, Golf und schließlich American Football. Plötzlich wurde es kurz still, und er fragte mich: „Was ist American Football?“ Daraufhin zeigte ich ihm einige Videos aus der NFL. Ich glaube, die beeindruckende Ausrüstung, insbesondere die Helme und Shoulder Pads, haben ihn ziemlich schnell begeistert.
Gemeinsam suchten wir nach einem Footballverein in unserer Nähe und landeten schließlich bei den Cologne Crocodiles, bei denen René damals im Vorstand war. Nach einiger Zeit sprach René mich an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, selbst als Coach einzusteigen.
Zu diesem Zeitpunkt kannte ich die Regeln des Sports selbst noch kaum. René erkannte aber offenbar Potenzial in mir und brachte mir alles bei, was ich als Coach wissen musste. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar.
So hat eigentlich alles mit der Suche nach einer passenden Sportart für meinen Sohn angefangen. Was damals niemand ahnen konnte: Aus Fabios Interesse wurde auch meine eigene Leidenschaft. Und seitdem liebe ich Football. 🏈

Und wie führte dich dein Weg schlussendlich zu den Bulldogs?
Emi:
Der Weg zu den Bulldogs begann mit einer Idee von René. Er wollte in seiner Heimat Pulheim einen eigenen Footballverein gründen und fragte mich, ob ich von Anfang an dabei sein möchte.
Ich musste darüber nicht lange nachdenken. René ist für mich längst nicht nur ein Freund aus dem Football, sondern auch abseits des Platzes ein sehr guter Freund geworden. Ich verbringe sehr gerne Zeit mit ihm, und deshalb war für mich schnell klar, dass ich ihn bei diesem Vorhaben unterstützen möchte.
Aus dieser Idee ist etwas entstanden, auf das ich heute unglaublich stolz bin. Was wir gemeinsam mit dem gesamten Team in den ersten zwei Jahren bei den Bulldogs aufgebaut haben, ist einfach großartig. Für mich ist es etwas Besonderes, von Anfang an Teil dieser Reise zu sein und mitzuerleben, wie aus einer Idee ein Verein mit echtem Zusammenhalt und großer Leidenschaft für Football wird.
“… ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich unser Verein weiterentwickelt und wir gemeinsam erfolgreich sind.“
Was ist deine Aufgabe bei den Bulldogs aktuell?
Emi:
Aktuell bin ich bei den Bulldogs als Offensive Coordinator der U10 im Tackle Football tätig. Ich bin der erste Ansprechpartner für die Kinder in der Offense und erarbeite gemeinsam mit dem gesamten Trainerstab für jede Saison neue Spielzüge. An den Gamedays bin ich dann dafür verantwortlich, die einstudierten Spielzüge direkt am Spielfeldrand anzusagen und die Offense bestmöglich durch das Spiel zu führen.
Darüber hinaus unterstütze ich den Vorstand als Beiratsmitglied und kümmere mich um das Equipment. Mir ist wichtig, dass unsere Spieler bestmöglich ausgestattet sind und die Voraussetzungen haben, sich sportlich weiterzuentwickeln.
Meine Aufgaben bei den Bulldogs sind also sehr vielseitig. Ob auf dem Platz als Coach oder im Hintergrund bei organisatorischen Themen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich unser Verein weiterentwickelt und wir gemeinsam erfolgreich sind.

War für dich immer klar, dass du irgendwann auch als Coach an der Seitenlinie stehen würdest?
Emi:
Nein, das wäre wahrscheinlich nie passiert, wenn mein Sohn Fabio sich damals nicht für American Football entschieden hätte. Ich bin durch ihn überhaupt erst zu diesem Sport gekommen und hätte mir damals nicht vorstellen können, irgendwann selbst als Coach an der Seitenlinie zu stehen.
Ich glaube aber daran, dass Dinge im Leben nicht ohne Grund passieren. Durch Fabio habe ich meine Leidenschaft für Football entdeckt und durfte seitdem unglaublich viel lernen und erleben. Heute bin ich stolz darauf, nicht nur meinen Sohn auf seinem sportlichen Weg begleiten zu dürfen, sondern auch vielen anderen Kindern dabei zu helfen, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln.
“Zu sehen, wie sich die Kinder sportlich und persönlich weiterentwickeln, Selbstvertrauen gewinnen und als Team zusammenwachsen, gibt einem unglaublich viel zurück.“
Was macht dir heute mehr Spaß: selbst Football zu spielen oder junge Spieler zu entwickeln?
Emi:
Mittlerweile spiele ich bei unseren Herren selbst auch aktiv Football. Beides macht mir großen Spaß, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass es mir noch mehr bedeutet, junge Spieler auf ihrem Weg im Football zu begleiten.
Was macht die Arbeit mit einer U10 für dich besonders?
Emi:
Zu sehen, wie sich die Kinder sportlich und persönlich weiterentwickeln, Selbstvertrauen gewinnen und als Team zusammenwachsen, gibt einem unglaublich viel zurück. Wenn man merkt, dass man als Coach einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder hat, ist das eine ganz besondere Belohnung. Genau das macht für mich einen großen Teil der Faszination am Coaching aus.
In diesem Alter passiert bei den Jungs und Mädchen ziemlich viel. Was ist dir als Coach neben den sportlichen Fähigkeiten besonders wichtig?
Emi:
Mir ist es besonders wichtig, den Kindern neben den sportlichen Fähigkeiten auch Disziplin, Respekt und Teamgeist zu vermitteln. Football ist ein Teamsport, bei dem man sich aufeinander verlassen muss. Jeder Einzelne trägt Verantwortung und lernt, dass man gemeinsam viel mehr erreichen kann als allein.
Was mich dabei besonders freut, ist zu sehen, wie sich die Kinder mit der Zeit entwickeln. Ich erlebe immer wieder, wie aus anfangs sehr schüchternen Kindern selbstbewusste Persönlichkeiten und echte Führungsspieler werden. Andere lernen, Rücksicht auf ihre Mitspieler zu nehmen, sich an Regeln zu halten und als Teamplayer zu funktionieren. Manchmal merkt man diese Entwicklung sogar außerhalb des Footballs, zum Beispiel daran, dass sich die Kinder auch in der Schule positiv entwickeln.
Genau das ist für mich das Besondere an meiner Aufgabe als Coach: Es geht nicht nur darum, Football zu spielen oder Spiele zu gewinnen. Wir haben auch die Möglichkeit, die Kinder auf ihrem Weg zu selbstständigen, respektvollen und verantwortungsbewussten Menschen zu begleiten. Wenn ich sehe, dass wir als Trainerteam dazu einen Beitrag leisten können, macht mich das unglaublich stolz.

Der zweite Teil des großen Interviews mit unserem U10 Coach folgt im Laufe der Woche.
Das Interview führte Horst R. aus unserem Bulldogs Media Team (Oktober 2026)
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